Ablauf

Unser diagnostischer Ansatz

Wir verstehen Diagnostik nicht als vorschnelle Zuschreibung, sondern als differenzierte klinische Einordnung komplexer Fragestellungen:

Nicht jede Konzentrationsschwierigkeit weist auf ADHS hin.

Nicht jede soziale Erschöpfung auf das Autismus-Spektrum.

Eine fundierte Diagnostik berücksichtigt daher immer auch alternative Erklärungsansätze, individuelle Lebensverläufe sowie mögliche Begleitfaktoren.

Nicht jede Fragestellung beginnt bereits mit einer klaren diagnostischen Zuordnung.

Ein Holztisch mit einer Metallvase, die eine orange Blume hält, einem Wasserglas, Brille, einem Notizbuch, einem weißen Keramikgefäß und einer Hand, die eine Diskussion über Notizen oder Schreiben führt.

1. Anfrage

Die Kontaktaufnahme erfolgt über das Anfrageformular oder per E-Mail. Nach einer kurzen Schilderung des Anliegens prüfen wir, ob die Fragestellung in unseren diagnostischen Schwerpunkt fällt und melden uns zeitnah mit weiteren Informationen zum Ablauf zurück.

2. Erstgespräch (15 Minuten)

Im Rahmen eines kurzen Erstgesprächs klären wir die zentrale Fragestellung, den bisherigen Verlauf sowie organisatorische Rahmenbedingungen. Das Gespräch dient außerdem der ersten Einschätzung, welche diagnostischen Verfahren sinnvoll eingesetzt werden können.

3. Diagnostische Testung

Die diagnostische Abklärung erfolgt auf Basis aktueller wissenschaftlicher Standards und umfasst, je nach Fragestellung, unterschiedliche diagnostische Bausteine.

Hierzu zählen unter anderem:

  • soziodemografische und biografische Anamnese

  • strukturierte klinische Interviews

  • standardisierte psychologische Testverfahren

  • störungsspezifische Fragebögen

  • Fremdbeurteilungen durch Bezugspersonen

  • differenzialdiagnostische Einordnung möglicher Begleitfaktoren

Die Auswahl der Verfahren erfolgt individuell und orientiert sich an der jeweiligen Fragestellung sowie am aktuellen Stand wissenschaftlicher Diagnostik.

4. Auswertung

Die erhobenen Daten werden sorgfältig integriert und unter Berücksichtigung aktueller diagnostischer Leitlinien ausgewertet. Dabei legen wir besonderen Wert auf eine differenzierte und nachvollziehbare Interpretation der Ergebnisse.

5. Abschlussgespräch & schriftlicher Bericht

Im Abschlussgespräch werden die Ergebnisse ausführlich besprochen und eingeordnet. Zusätzlich erhalten Sie einen schriftlichen Befundbericht mit Zusammenfassung der diagnostischen Ergebnisse sowie, sofern sinnvoll, Empfehlungen für das weitere Vorgehen.